Römerzeit

Villa rustica

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Luftbild der Villa rustica
Quelle: Bay. Landesamt f. Denkmalpflege, Außenstelle Landshut - Luftbildarchiv (Klaus Leidorf)

1 = Hauptgebäude,
2 = Nebengebäude,
3 = 1998 ausgegrabenes, weiteres Nebengebäude

Die Ausgrabung des Mausoleums im Jahre 1980 legte nahe, dass es eine zugehörige Siedlung in der Nähe geben musste. Diese fand der Bucher Luftbildarchäologe Klaus Leidorf 1992 in Form einer Villa rustica. Darunter versteht man eine ländliche Siedlungseinheit, die einem Gutshof vergleichbar ist. Sie besteht aus einem Herrenhaus des Besitzers mit Stallungen und Gesindeunterkünften, Badegebäude und Speicherbauten. Im Luftbild kann man die Villa rustica als helle Flecken in der Mitte des dunkelgrünen Feldes erkennen.


Bewirtschaftet wurden diese Gutshöfe von Zivilisten oder pensionierten Soldaten, die mit einem Stück Land oder mit Geldbeträgen abgefunden wurden. Die Besitzer stammten aus anderen Teilen des römischen Reiches und wurden im Hinterland der römischen Grenzen - bei uns die Donau - planmäßig angesiedelt, um durch Ackerbau und Viehzucht Lebensmittel für die Soldaten an der Grenze zu erzeugen. Für den Transport war die Nähe zu einer Römerstraße erforderlich, wie sie hier gegeben ist.


Fundament des 1998 ausgegrabenen Nebengebäudes
Quelle: Bay. Landesamt f. Denkmalpflege, Außenstelle Landshut

Einzig ausgegrabenes Gebäude der Villa rustica. Es handelt sich um einen einfachen rechteckigen Raum von unbekannter Funktion, der aber mit Fußboden- und Wandheizung ausgestattet ist. Säulchen tragen den Fehlboden. Von links kam die Hitze durch den Schürkanal herein und wurde durch Hohlziegel an den Wänden hoch geleitet, was eigentlich nur in Wohn- oder Badegebäuden üblich war.

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Internet-Seite erstellt:   15.12.2002 Internet-Seite aktualisiert:   von   K. S. und G. R.