Römerzeit

Mausoleum

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Das Römische Grabdenkmal

Zeichnerische Rekonstruktion des römischen Grabdenkmals
Quelle: Bay. Landesamt f. Denkmalpflege, Außenstelle Landshut

Das Grabdenkmal wurde noch 1980, im Jahr seiner Entdeckung aus der Luft, vollständig archäologisch untersucht. Es handelt sich dabei um einen turmartigen Bau mit einer Grundfläche von 2,75 x 4 Metern.

Die Mauern des Gebäudes hatten sich bis zu 90 cm hoch erhalten. Auch große Teile des in den Innenraum gestürzten Ziegeldaches wurden bei der Ausgrabung noch gefunden.

Die Einfriedungsmauer des Grabturmes umschloss eine Fläche von 9,5 x 10,0 Metern. Der Eingang war nach Osten zur Römerstraße hin orientiert. Im Bereich zwischen Mauer und Turm kamen weitere Brandgräber zutage.

 


Bilder von der Ausgrabung

 

Luftbild des römischen Grabdenkmals
Quelle: Bay. Landesamt f. Denkmalpflege, Außenstelle Landshut - Luftbildarchiv (Otto Braasch)

 

In der Draufsicht auf die Überreste des römischen Grabdenkmals kann man erkennen, dass der turmartige Innenbereich von einer Außenmauer umgeben ist. Insgesamt fanden sich fünf römische Brandgräber, davon vier mit Glasurnen, die als Zeichen von Wohlstand gelten können. Üblich waren zu dieser Zeit Keramikurnen. Vermutlich ist hier ein Besitzer der nahe gelegenen Villa rustica (siehe eigene Unterseite) bestattet.


Vitrine 10: Funde aus verschiedenen Urnengräbern der Römerzeit (1.-3. Jh. n. Chr.)

  1. profilierte Fibeln
  2. Scheibenfibel (Bronze)
  3. Armreif
  4. Münzen
  5. Wagenaufsatz (siehe unten)
  6. Glasurne
(1-4) aus Gräbern des Gräberfeldes um das Mausoleum, (5) und (6) aus dem Mausoleum.

 

Wagenaufsatz eines römischen Reisewagens
Skizze zu (5) aus obiger Vitrine 10
Quelle: Bay. Landesamt f. Denkmalpflege, Außenstelle Landshut

 

Als Grabbeigabe wurde auch ein bronzener Wagenaufsatz eines römischen Reisewagens in Form eines Adlerhauptes aufgefunden (Höhe 9,9 cm).

Die deutlich sichtbaren Brandspuren zeigen, dass das Objekt dem Scheiterhaufenfeuer ausgesetzt war. Möglicherweise wurde ein ganzer Reisewagen zusammen mit dem Toten verbrannt, aber nur dieses eine markante Teil aus dem Scheiterhaufenschutt ausgelesen und ins Grab mitgegeben.

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Internet-Seite erstellt:   15.12.2002 Internet-Seite aktualisiert:   von   K. S. und G. R.