Hallstattzeit (800 - 480 vor Christus)

und

Frühlatènezeit (480 - 400 vor Christus)

Vorwort Zeittafel Bronzezeit Urnenfelderzeit Hallstatt- und Frühlatènezeit Endlatènezeit Römerzeit Startseite

zurück

Diese Epochen der Vorgeschichte sind nach bedeutenden Fundorten benannt. In Hallstatt (Oberöstereich) wurde um die Mitte des 19. Jahrhunderts eines der größten vorgeschichtlichen Gräberfelder Mitteleuropas entdeckt und ausgegraben. Nachdem sich gezeigt hat, dass die für die Fundstelle Hallstatt typische Sachkultur eine Verbreitung weit darüber hinaus aufweist, benannte man den älteren Abschnitt der vorchristlichen Eisenzeit als Hallstattzeit. Der jüngere Abschnitt erhielt aus ähnlichen Gründen die Bezeichnung Latènezeit nach der Fundstelle La Tène am Neuenburger See (Schweiz).

Die Hallstattzeit unterscheidet sich trotz anzunehmender Bevölkerungskontinuität von der vorausgehenden Urnenfelderzeit in macherlei Hinsicht. Die wohl wichtigste Neuerung ist die Verwendung von Eisen als Werkstoff. Zwar kannte schon die späte Urnenfelderzeit in bescheidenem Umfang Eisen, das beispielsweise zu Ziereinlagen in bronzenen Schwertgriffen verarbeitet wurde, aber erst ab der Hallstattzeit stand dieses Metall in ausreichenden Mengen zur Verfügung.

Die vorherrschende Bestattungsart ist nun wieder die Beisetzung unter Grabhügeln. Körper- und Brandbestattung kommen nebeneinander vor. In den sehr unterschiedlich reichen und qualitätsvollen Beigabenausstattungen spiegelt sich eine starke soziale Differenzierung der Gesellschaft wieder.


Erdwerk I

Kultur in der Hallstattzeit

 

Außensiedlung

Hügelgräber

zurück

Internet-Seite erstellt:   15.12.2002 Internet-Seite aktualisiert:   von   K. S. und G. R.